[Das Debüt im LIVRES] Fragen an Aljoscha Brell oder Wir möchten euch eine Stimme geben

cropped-bild_172.jpgViele von euch haben unsere Lesereihe bisher interessiert hier auf unserem Blog verfolgt, einige von euch haben es sogar bis zu uns ins Café LIVRES geschafft, um dort einen schönen literarischen Abend zu genießen. Wir möchten uns an dieser Stelle für eure Unterstützung und eure Neugier bedanken. Durch euch ist es uns immer wieder möglich, neuen literarischen Stimmen eine Bühne zu geben. Warum also sollten wir euch nicht auch einfach auf das Podium holen?

Bei unseren Lesungen geben wir nicht nur den Autoren den nötigen Raum für ihre Worte, am Ende einer jeden Lesung hat unser Publikum stets die Möglichkeit, den Autoren direkt Fragen zu stellen. Genau das möchten wir nun auch all jenen ermöglichen, die diese Abende aus Zeitnot oder räumlicher Entfernung bisher nicht besuchen konnten. Solltet ihr also Fragen an die Autoren haben, die demnächst bei uns lesen, dann schreibt uns, egal ob bei Twitter, Facebook, unter dem jeweiligen Beitrag (wir werden zu diesem Zwecke vier Wochen vor der jeweiligen Lesung einen Beitrag erstellen) oder einfach per Mail. Wir werden den Autoren am Ende der Lesungen die gesammelten Fragen stellen und ihre Antworten nach der Veranstaltung hier für euch veröffentlichen.

Aljoscha BrellAm 11. November 2015 ist Aljoscha Brell unser Gast. Er wird aus seinem Debütroman Kress lesen und uns zwischen den Leseparts Rede und Antwort stehen. Solltet ihr Fragen rund um sein Schreiben und seinen Roman haben, dann habt ihr jetzt die Möglichkeit sie loszuwerden.

„Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht, Mittelmaß, Dummheit, Ignoranz. Einzig die Universität ist in Grenzen ein erträglicher Ort, dort studiert Kress die Großen, Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es im Grunde bergab, steil, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in Aljoscha Brell - Kresseiner winzigen, unsanierten Hinterhofwohnung und führt bei Ketchuptoast und Multivitamintabletten philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler, dem Einzigen, der ihn versteht. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Kress verliebt sich. Und sieht sich auf einmal gezwungen, all das zu tun, was andere in seinem Alter anscheinend so machen: Wochenendausflüge, Partys, Small Talk. Kress scheitert grandios, an der Welt, an sich selbst. Aber er macht weiter, scheitert wieder, scheitert besser, und am Ende gibt es selbst für jemanden wie ihn noch Hoffnung.“

Auf dem Blog der Ullstein Buchverlage findet sich nach der Veröffentlichung des Romans ein Brief des „Protagonisten“, der sich nach eingehender Beschäftigung mit dem Werk in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sieht. Ob wir eure Fragen letztendlich Aljoscha Brell oder Kress stellen müssen, wird sich wohl am 11.11.2015 zeigen. Dass der Autor einen Sinn für Humor und Ironie besitzt, von dem auch das Buch profitiert, dürfte außer Frage stehen. Dass der Roman jedoch nicht bloße Blödelei ist, dürft ihr gerne selbst herausfinden.


Aljoscha Brell wurde 1980 in Wesel, NRW, geboren und lebt derzeit in Berlin. Er leitet ein Team von Webentwicklern in einem Berliner IT-Unternehmen. Er war Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloqiums Berlin und erhielt 2009 das Alfred-Döblin-Stipendium der Berliner Akademie der Künste.

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