[Unterwegs] lost and found in Frankfurt

Ja, auch wir konnten dem Hype nicht widerstehen und haben uns in den Buchmessenwahnsinn von Frankfurt gestürzt. Wir sind verloren von Verlagsstand zu Verlagsstand getorkelt, haben Clemens J. Setz dabei beobachtet, wie er am 3sat-Stand mit zu hohen Armlehnen hadert, haben Ijoma Mangold im Vorbeigehen gesehen und gedacht, dass er aussieht wie im Fernsehen, wir haben uns beim Bloggertreff mit Keksen und Schlüsselanhängern versorgt und dabei mit großen Augen auf die Masse an Buchbloggern gestarrt.

Und wir haben vier spannende Gespräche mit Romandebütantinnen geführt, an denen wir euch – die den Frankfurter Wahnsinn überlebt oder ignoriert habt – teilhaben lassen wollen.

Zunächst sprachen wir mit Anna Baar über ihren Debütroman „Die Farbe des Granatapfels“:

Das Interview als mp3 in besserer Tonqualität anhören:

Danach unterhielten wir uns mit Kat Kaufmann, die gerade für ihren Debütroman „SUPERPOSITION“ den aspekte-Literaturpreis bekommen hat:

Das Interview als mp3 in besserer Tonqualität anhören:

Im Rahmen der „Open Books“ las Sandra Weihs aus ihrem Debütroman „Das grenzenlose Und“:

Das Interview als mp3 in besserer Tonqualität anhören:

Am Ende eines langen Tages sprachen wir im Café des Kunstvereins mit Mirna Funk über ihren Roman „Winternähe“:

Das Interview als mp3 in besserer Tonqualität anhören:

Hier findet ihr das Gespräch zum Nachlesen.

Wir danken allen Autorinnen dafür, dass sie sich Zeit für unsere Fragen genommen haben, sei es in den Fluren der Buchmesse, am „Die Welt“-Stand mit dem großen Kindheitsidol Peter Härtling im Nacken, der auf seinen Auftritt wartete, sei es in den Hallen des Dommuseums oder zwischen Bluesklängen und Kaffeehausgästen.
Nicht nur die Orte unserer Interviews waren vollkommen verschieden: Die Romane und Gespräche mit den Autorinnen zeigen, dass momentan in der jungen Gegenwartsliteratur vieles möglich ist: wuchtige Sprachkunstwerke wie bei Anna Baar, die einem den Atem rauben, Diskursromane wie „Winternähe“, die sich in Köpfen festkrallen und nicht mehr loslassen, anspruchsvolle Entwicklungsromane voll entschiedener Empathie, die niemals trieft, à la Sandra Weihs oder Migrationsvordergrund-Romane, die zumindest bei Kat Kaufmann einen Sound erzeugen, der hart und im nächsten Moment poetisch sein kann.
Begann der Tag mit Verlorenheit zwischen Suhrkamp- und Kaffeestand, so haben wir am Ende viele starke Stimmen der jungen Literatur gefunden.

[Anna Baar – Die Farbe des Granatapfels
Wallstein Verlag
320 Seiten, 2015, gebunden, 19,90 €]

[Kat Kaufmann – SUPERPOSITION
Hoffmann und Campe
272 Seiten, 2015, gebunden, 20,00 €]

[Sandra Weihs – Das grenzenlose Und
Frankfurter Verlagsanstalt
188 Seiten, 2015, gebunden, 19,90 €]

[Mirna Funk – Winternähe
S. Fischer
352 Seiten, 2015, gebunden, 19,99 €]

4 Gedanken zu “[Unterwegs] lost and found in Frankfurt

    • Hallo Icke,
      vielen Dank für den Hinweis!
      Leider war unsere Technik mit dem Kaffeehauslärm überfordert, aber wir wollten euch das Gespräch mit Mirna Funk nicht vorenthalten. Wir hatten gehofft, dass es mit Variationen in der Lautstärke noch gut hörbar sei. Wir werden das Interview mit Mirna Funk in den nächsten Tagen abtippen und auf dem Blog veröffentlichen.
      Viele Grüße,
      Sarah
      PS: Auf diesem Wege möchten wir auch gerne all diejenigen ansprechen, die unsere Arbeit unterstützen oder sponsern möchten 🙂 – zum Beispiel mit einem externen Mikrofon! Offensichtlich könnten wir das gut gebrauchen – auch für unsere Lesungen im November und Dezember.

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