Das Debüt 2017 – Vorstellung der Bloggerjury (Teil 2)

„Das Debüt 2017 – Bloggerpreis für Literatur“ biegt auf die Zielgerade ein. Insgesamt 64 Debütromane wurden eingereicht. Bis Mitte November werden wir aus diesen Titeln eine Shortlist erstellen, und aus dieser Shortlist werden dann die teilnehmenden Juryblogger „Das Debüt 2017“ wählen. Die Jury besteht aus 19 Literaturbloggern, die wir euch nun sehr gerne vorstellen:

Angelika Abels von Angelika liest

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

Ich bin Angelika (53) und blogge seit Januar 2015. Seit meiner Kindheit liebe ich Bücher und das Lesen über alles. 2015 habe ich dann meine Leidenschaft endlich auch zum Beruf gemacht und verbinde seitdem meinen Blog mit meiner Buchhandlung. Auf meinem Blog findet ihr überwiegend Besprechungen zur Belletristik/ Literatur und Geschichten aus meinem Alltag als Buchhändlerin.

Ein guter Debütroman …

ist die Entdeckung einer besonderen Buchperle. Ich möchte mit jeder Seite, die ich lese spüren, das hier etwas großartiges geschrieben wurde.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich darauf …

dass das ausgewählte Buch etwas Besonderes ist und sich von der Masse abhebt.


 Marc Richter von Lesen macht glücklich

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

Lesen macht glücklich, das klingt jetzt mehr nach Glitzerstaub und lila Einhörnern, was es aber letztendlich nicht ist. Es beschreibt vielmehr die Suche nach den Sätzen, die einem eine freudige Gänsehaut bescheren, Sätze, die man sich am liebsten neben Kafka und Goethe in die Küche als Wandtattoo kleben möchte. Dabei achte ich kaum darauf, was für Genres durch meine Finger wandern. Die Hauptsache ist, dass mir die Geschichte gefällt. Da kann vom hochgestochenenen Belletristiktitel bis hin zum Jugendroman gern alles dabei sein. Dementsprechend querbeet wird man auch auf meinem Blog fündig.

Ein guter Debütroman …

sollte einen genau so packen, wie es ein Buch von einem gestandenen Autor tun würde. Über Sprache, Inhalt und guter Figurenzeichnung kann auch ein Debütroman seine Leser finden und darüber hinaus im Gedächtnis bleiben.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich auf …

eine gute Grundidee und deren Umsetzung. Wegen meine Vorgehensweise, über die Leseproben die Bücher kennenzulernen, müssen die AutorInnen diesen Gedanken schon auf den ersten Seiten transportieren. Ohne Kenntnisse des Klappentextes sollte ein Einstieg für den Leser schnell möglich sein. Die Sprache, die dafür gewählt wird, kommt als Auswahlkriterium knapp dahinter. Wenn die mich persönlich nicht anspricht, wird das Buch gleich aussortiert. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Niveau in diesem Jahr sehr hoch ist.


Katja Plifke von Zwischen den Seiten: Bücher und Anderes

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

Ich bin Katja, noch 29 Jahre jung (werde von einigen Herzmenschen aber auch Molls genannt), komme aus dem Vogtland in Sachsen und blogge seit über 7 Jahren auf „Zwischen den Seiten: Bücher und anderes“. Gelesen habe ich eigentlich schon immer. Erinnerungen meiner Familie zufolge auch bereits im Kindergarten, mit Buch auf dem Schoß als Vorleserin für die anderen Kinder – damals habe ich die Geschichten aber nur nacherzählt. Selbst lesen zu können hat mir eine riesige neue Welt eröffnet, in die ich mich immer und jederzeit flüchten konnte. Die Liebe zum geschriebenen Wort ist über die Jahre gestiegen. Dank meinem Dasein als Bloggerin entdecke ich täglich neue Bücher und Genre, die ich auch immer regelmäßig auf meinem Blog vorstelle. Dabei geben sich sowohl die verschiedenen Genre, als auch deutsche und englische Bücher quasi die Klinke in die Hand.

Ein guter Debütroman …

muss mich begeistern, faszinieren und in seinen Bann ziehen, sei es mit der Geschichte oder dem Erzählstil.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich auf …

die Sprache und den Erzählstil sowie die Fähigkeit, mit der Geschichte zu fesseln.


Friederike Kenneweg von frintze

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

Auf frintze.de bespreche ich alle möglichen Bücher, die mir so in die Finger kommen – gerne mit Osteuropabezug oder geschichtlichem Hintergrund, aber auch irgendwelche Fundstücke aus der Bibliothek oder der Bushaltestelle (auch das kommt vor.)

Nachdem ich um den letzten Frauentag herum mal gezählt habe, wie es um die Gendergerechtigkeit auf meinem Blog bestellt ist, und feststellen musste, dass ich Bücher von Frauen ganz schön vernachlässigt habe, habe ich beschlossen, da erst mal für einen Ausgleich zu sorgen und also mehr Bücher von Autorinnen zu besprechen.

Weil ich mit dem journalistischen Schreiben meinen Lebensunterhalt verdiene und seit zwei Jahren einen Sohn habe, komme ich ganz und gar nicht so viel zum Bloggen wie ich das gerne hätte. Ich hoffe auf neue Impulse und Energieschübe durch das Debüt 2017!

Ein guter Debütroman …

bringt Frische mit und elektrisiert, weil noch so viel Anfangsenergie und Begeisterung fürs Schreiben drin steckt.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich darauf …

ob mir das Gesamtkonzept stimmig erscheint, ob ich von einem Roman reingezogen werde, und ob ein Buch etwas in mir zum Klingen bringt.


Juliane Noßack von Poesierausch

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

Literatur fasziniert mich seit meiner Kindheit. So kam es wohl auch, dass sich mein

Lebensweg bisher sehr literarisch gestaltete. Momentan studiere ich einen Master mit dem sperrigen Titel Angewandte Literaturwissenschaft in Berlin und versuche alles Literarische in dieser Stadt mitzunehmen. Und da gibt es ja eine Menge. Auf Poesierausch schreibe ich seit drei Jahren überwiegend Buchkritiken, manchmal auch über kulturelle Ereignisse. Bei der Auswahl meiner Lektüre lege ich mich auf kein Erscheinungsjahr fest. Neuerscheinung oder Klassiker? Das ist mir egal. Hauptsache, Inhalt und Form passen. Meist ist der Klappentext ausschlaggebend dafür, ob ich ein Buch lese oder nicht. Als ich mit dem Bloggen anfing, wollte ich nur eine Art Lesetagebuch für mich selbst. Doch schnell merkte ich, dass vor allem der direkte, kritische Austausch mit anderen Blogger*innen das Besondere an dieser Form der Literaturkritik ist.

Ein guter Debütroman …

reißt mich mit | lässt eine neue, eigene Stimme erkennen | ist innovativ | spielt unter Umständen mit den Genres | lässt Inhalt und Form zu einer Einheit verschmelzen | erzählt eine neue Geschichte aus einer glaubwürdigen Perspektive | lässt mich nicht erkennen, ob derdie Autorin auf einer Schreibschule war.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich auf …

die Themenauswahl | den Plot | die Besonderheiten der Erzählstimme | überraschende Stilelemente.


Anton Goldberg von bookwatch

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

indieautor.com möchte unentdeckte Autorinnen und Autoren unterstützen. Hier gibt es alles, was es dazu braucht. Tipps, Tricks, Schlaumeiereien, Kommentare, Kritik, Rezensionen, Empfehlungen, Service, Infos zu Selfpublishing, Blogging, Literaturmarkt und dem Leben als Autor bzw. Autorin im Allgemeinen und Speziellen.

indieautor.com richtet sich dem Namen nach zwar vor allem an Indie-Autoren bzw. Selfpublisher, versteht sich aber als eine Plattform für Schreibkunst, als Literaturport für AutorInnen und LeserInnen im Allgemeinen. Es geht um gute Literatur – egal, auf welchem Wege diese in Erscheinung tritt. Gute, aber noch unbekannte Autorinnen und Autoren sollen entdeckt werden. Gute und schon bekannte Autorinnen und Autoren sollen gegebenenfalls noch bekannter gemacht werden.

Der Bereich Selfpublishing wird hier verstanden als Alternative oder Ergänzung zu klassischen Publikumsverlagen. Gute Literatur kann viele Formen annehmen.

bookwatch.de ist ein reines Rezensionsportal, das aus einer gleichnamigen Rubrik auf indieautor.com hervorgegangen und zu einer eigenständigen Plattform geworden ist. Hier machen sich verschiedene RezensentInnen auf die Suche nach dem besonderen Buch. Man kann auch mitmachen.

Ein guter Debütroman …

überrascht auf hohem Niveau.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich auf …

gute Debütromane.


Nadine Henning von Tausend Leben

Kleine Vorstellung von euch und eurem Blog

Mein Name ist Nadine und meine Büchersucht begleitet mich schon seit ich denken, bzw. lesen kann. Ich liebe es, in fremde Welten abzutauchen, mich von Geschichten gefangen nehmen zu lassen und dabei immer wieder Neues zu entdecken. In meiner Literaturkolumne „Tausend Leben“ blogge ich über meine gelesenen Bücher und verbinde damit meine beiden Leidenschaften: lesen und schreiben.

Das Texten gehört auch zu meinem beruflichen Alltag, besteht hier aber eher aus Pressemitteilungen und Marketingtexten. Da ich außerdem Mama eines wunderbaren fünfjährigen Sohnes bin, fehlt mir leider die Zeit regelmäßig kreativ zu schreiben. Aber die Zeit zu lesen nehme ich mir wo es nur geht – und sei es nur 10 Minuten beim Frühstück oder auf dem Klettergerüst J. Daher trage ich auch immer und überall mindestens ein bis zwei Bücher in der Tasche. Meistens ist meine Tasche bleischwer, weil ich nach wie vor ein Anhänger des gedruckten Buches bin. Ich liebe die Vielseitigkeit von Literatur und lese mich auch schonmal quer durch die Genres – meistens sogar parallel, je nach Lust und Laune. Nicht ohne Grund habe ich meinen Blog Tausend Leben genannt. Denn beim Lesen erlebe ich mit jedem einzelnen Buch ein anderes Leben, ein anderes Gefühl, eine andere Welt. Am häufigsten lese ich zeitgenössische Literatur, die sich kritisch mit der Gesellschaft, ihrer Geschichte, politischen Entwicklungen und dem Leben im Allgemeinen auseinandersetzt. Es macht mir großen Spaß, mich durch das Bloggen mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ich lerne dadurch so viele neue, lesenswerte Bücher kennen, die ich sonst vielleicht nicht entdeckt hätte. Und wenn ich nur einen von meinen Lesern dazu bringen kann sich ein gutes Buch zu kaufen, am liebsten noch beim Buchhändler vor Ort, dann hat sich mein Blog gelohnt. Und genau das erhoffe ich mir auch von diesem Bloggerpreis: ungeahnte literarische Schätze zu entdecken und meine Leser an diesen Entdeckungen teilhaben zu lassen.

Ein guter Debütroman …

sollte etwas zu erzählen haben und eine eigene, unverfälschte Stimme besitzen. Er sollte den Wunsch in mir wecken, mehr über den Schriftsteller zu erfahren und seine Intention, genau diesen ersten Roman zu schreiben.

Bei der Auswahl von „Das Debüt 2017“ achte ich auf …

Geschichten und Charaktere, die mich berühren und Spuren in mir hinterlassen. Geschichten, die nachklingen – auch noch nachdem die letzte Seite gelesen ist. „Das Debüt 2017“ muss mich packen – und das kann ihm auf ganz unterschiedliche Weise gelingen. Es kann meinen Horizont erweitern, mir fremde Welten näherbringen und mich dazu bringen, mich für ein Thema zu interessieren, über das ich bislang nichts oder zu wenig wusste. Es kann mich unterhalten, zum Lachen bringen oder zum Weinen, es kann mich zweifeln lassen oder mir Hoffnung geben. Es kann mich mit den Abgründen der Menschheit bekannt machen und mit ihren Höhen. Und im besten Fall bringt mich „Das Debüt 2017“ dazu, mich mit dem Leben, unterschiedlichen Sichtweisen und Gefühlswelten auseinander zu setzen… Vielleicht packt mich mein Favorit auch auf ganz ungeahnte Weise. Ich freue mich darauf, mich von den Debütantinnen und Debütanten überraschen zu lassen!

2 Gedanken zu “Das Debüt 2017 – Vorstellung der Bloggerjury (Teil 2)

  1. Hat dies auf Tausend Leben rebloggt und kommentierte:
    Ich freue mich, in diesem Jahr Teil dieses besonderen Projektes zu sein. Gemeinsam mit anderen Literaturbloggern, die ihr in diesem Beitrag kennenlernen könnt, sind wir auf der Suche nach dem besten Romandebüt 2017. Der Literaturblog Das Debüt lobte im letzten Jahr zum ersten Mal den Bloggerpreis für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres aus und verlieh ihn an Shida Bazyar für ihren Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“. In diesem Jahr geht die Suche weiter! Eingereicht werden konnten Debütromane, die erstmals im Jahr 2017 veröffentlicht werden. Ich freue mich nun auf die Shortlist, die in diesem Monat bekannt gegeben wird.

    „Debüt-Romane haben es auf dem Buchmarkt nicht immer leicht. Viele Leser halten an Altbewährtem fest oder bemerken die neuen Stimmen der Literatur gar nicht erst, weil vor allem den kleinen Verlagen oft die finanziellen Mittel fehlen, um die Erstlingswerke ihrer Autoren in der literarischen Öffentlichkeit zu positionieren. Doch auch wenn sie nicht immer präsent scheinen, es gibt jedes Jahr eine faszinierende Vielfalt an Debüt-Romanen, die es zu entdecken gilt. Mit diesem Bloggerpreis möchte das literarische Blog „Das Debüt“ herausragende Debütromane würdigen und ihnen die gebührende Aufmerksamkeit schenken.“

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  2. Pingback: Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #1 – LiteraturReich

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