Das Debüt

[Das Debüt 2018] And the winner is…

Es ist endlich soweit. Wir haben uns durch 18.277 Seiten gewühlt, aus 69 Romanen eine Shortlist mit fünf Kandidaten erstellt und diese von den teilnehmenden Bloggern bewerten lassen. Diese Blogger haben sich nun mit ihrer Stimmabgabe entschieden:

Der Preis für den besten Debütroman 2018 geht an Bettina Wilpert, die mit insgesamt 44 Punkten für ihren Roman nichts, was uns passiert das Rennen macht. Wir gratulieren an dieser Stelle herzlich!

Natürlich möchten wir euch die Beiträge der Blogger nicht vorenthalten. Die Links in den Klammern führen zu den Entscheidungsbeiträgen, in denen die Blogger ihren drei Favoriten die Punkte geben.

Silvia Walter (Leckere Kekse) könne sich als Leserin in alle Figuren einfühlen und empfinde die Geschichte als äußerst geschickt umgesetzt.

Fabian Neidhardt (Mokita) bleibt nach dem Lesen mit einem Dilemma zurück, in dem er die große Stärke und Emotionalität des Romans sieht. Der Text verlange eine Entscheidung, die er bis zum Ende nicht treffen könne.

Marc Richter (Lesen macht glücklich) wünscht dem Roman viel Aufmerksamkeit und zeigt sich beeindruckt von der unaufgeregten Erzählweise, in der die Autorin die Folgen einer vermeintlichen Vergewaltigung beschreibt.


Platz 2 belegt mit insgesamt 22 Punkten David Fuchs mit seinem Debütroman Bevor wir verschwinden

Janine Rumrich (Frau Hemingway) überzeugt die wunderschöne Erzählweise, die ihr geholfen habe, die zutiefst traurige Geschichte durchzustehen.

Ruth Justen (Ruth liest) hebt in ihrer Begründung die Stakkatosprache hervor, die perfekt zu dem schnellen Tempo passe, in dem aus einem glücklichen Wiedersehen ein tragischer Tod werde.

Petra Reich (Literaturreich) betont, dass trotz aller Distanz im Erzählen Wärme aufkomme. Sehr gefallen habe ihr die zarte, unaufdringliche Beschreibung des Verhältnisses zwischen Ben und Ambros.


Mit insgesamt 15 Punkten belegt Marie Gamillscheg mit ihrem Debütroman Alles, was glänzt Platz 3.

Jessika Hädecke (Miss Paperback) zeigt sich fast sprachlosangesichts der einzigartigen Detailtiefe, mit der die Autorin eine Geschichte erzählt, die sie als Leserin von Anfang an mitgerissen habe.

Eva Jancak (Literaturgeflüster) war aufgrund einiger Ausschnitte aus Lesungen erst nicht sonderlich begeistert, nachdem sie den Roman jedoch gelesen hat, habe sie verstanden, warum die Autorin den österreichischen Buchpreis bekommen hat.

Ruth Justen (Ruth liest) hebt die Melancholie der Geschichte hervor, die psychologisch dicht von der Zeitbombe Natur erzähle.


Platz 4 belegt mit insgesamt 14 Punkten Verena Stauffer mit ihrem Debütroman Orchis.

Angelika Abels (Angelika liest) zeigt sich beeindruckt von der Sprachgewalt des Romans. Stauffers Beschreibungen haben ihr Herz so manches Mal höher schlagen lassen.

Marina Büttner (Literatur leuchtet) ist vollkommen entzückt von dieser Geschichte, die von wundervoller Fantasie und großer Erzählbegabung der Autorin zeuge.

Silvia Walter (Leckere Kekse) erfreut sich an der kraftvollen, poetschen Sprache des Romans und an der Tatsache, dass ein historischer Roman Geschichte, Surrealismus und Anspruch vereinigen könne.


Platz 5 mit insgesamt 4 Punkten belegt Christian Y. Schmidt mit seinem Debütroman Der letzte Huelsenbeck

Jennifer Hahn (Lesen in Leipzig) ist erstaunt, wieviel Handlung man sprachlich in einen Roman drängen könne. Dem Sog der atemlosen Suche des Protagonisten habe sie sich nicht erwehren können.

Petra Reich (Literaturreich) empfindet den Roman als eigenwillig und originell und hebt die Selbstironie hervor, mit dem der Text geschrieben sei. Der überdrehte Irrgarten, in den sie als Leserin gezogen wurde, habe ihr recht gut gefallen.

Angelika Abels (Angelika liest) zeigt sich vor allem vom Ende des Romans überrascht und fand die Geschichte mit jeder Seite, die sie las, spannender und interessanter.


Weitere Links zu Rezensionen der einzelnen Titel:

David Fuchs – Bevor wir verschwinden

Marie Gamillscheg – Alles, was glänzt

Christian Y. Schmidt – Der letzte Huelsenbeck

Verena Stauffer – Orchis

Bettina Wilpert – nichts, was uns passiert