[Zweierlei] Frank Witzel – Bluemoon Baby

Bluemoon Baby von Frank Witzel

Es gibt mal wieder ein neues Zweierlei für euch, diesmal sogar in neuer Besetzung. Marion (vom Blog schiefgelesen) und ich haben Frank Witzels Debütroman gelesen und waren beide gleichermaßen begeistert.

Worum es geht: Frank Witzels Roman erzählt aus dem Leben sehr unterschiedlicher Menschen während eines langen Wochenendes in den 1990er Jahren: die Geschichte des Gymnasiallehrers Hugo Rhäs oder der Professorin für Gender Studies Sabine Rikke; die der alternden Schlagersänger Tamara Tajenka und Bodo Silber; die des Grateful-Dead-Fans Abbie Kofflager oder des Psychiaters Rubinblad und anderer in Deutschland, den USA und Kenia. Begegnen sie sich zufällig oder ist doch alles von der CIA arrangiert?  Weiterlesen

[LiteraTour] Auf Anfang…

Ist Lesen eine einsame Beschäftigung? Die Antwort liegt wohl irgendwo zwischen Ja und Nein. In meinem Leben ist das Lesen schon lange nichts mehr, das ich nur für mich im stillen Kämmerlein ssl21702mache. Nicht nur, dass ich schon eine Weile über Gelesenes blogge, ich tausche mich auch gerne analog über Bücher aus und das auf sehr vielfältige Art und Weise. Ob in Briefen, Lesekreisen oder einfach im Gespräch, auf diesen Austausch möchte ich nicht verzichten. Auf meinem alten Blog „Zeilensprünge“ habe ich mehrfach versucht den digitalen mit dem analogen Austausch in einer LiteraTour zu verbinden. Jedes Mal bin ich bisher gescheitert. Vermutlich ist ein erneuter Versuch daher kompletter Unfug, aber was solls. Im Scheitern bin ich ganz gut, und wenn es dann wider Erwarten doch etwas werden sollte, dann freue ich mich umso mehr. Weiterlesen

The Sound of Silence

Einige von euch werden sich sicher schon gefragt haben, was bei uns in den letzten Wochen so los war. Keine neuen Beiträge, kein Zeichen, kein Geräusch… Dabei gab es viel Bewegung in unserem Leben in den letzten Monaten. Und genau das ist der Grund für die vorübergehende Stille beim Debüt. Laura hat sich zugunsten ihrer Dissertation und ihres Sohnes aus dem Team zurückgezogen, Sarah hat einen neuen Job anDSC_0065[24079]gefangen, Bozena tingelt von Veranstaltung zu Veranstaltung und ich habe eine inwischen sechs Monate alte Tochter, die noch immer meine volle Aufmerksamkeit einfordert.

Es wird „Das Debüt“ auch weiterhin geben, allerdings können wir noch nicht genau sagen, inwieweit wir uns Kapazitäten freischaufeln, in welcher Regelmäßigkeit wir wieder bloggen können. Ich hoffe ihr seht uns kleinere Pausen nach und begleitet uns auch weiterhin auf dem Weg durch den Dschungel aus neuen literarischen Stimmen.

Eine Nachricht, die uns besonders freut, kann ich hier schon einmal verkünden (es folgt jedoch noch ein gesonderter Beitrag dazu): Der Bloggerpreis wird auch in diesem Jahr fortgeführt. Wir freuen uns wahnsinnig und sind sehr dankbar für die Möglichkeit, das ganze Spektakel mit euch wiederholen zu können.

[Das Debüt im LIVRES] Lesung und Interview mit Mercedes Lauenstein

Nachts_08.inddAm 01. Dezember 2015 war Mercedes Lauenstein in unserer Lesereihe Das Debüt im LIVRES zu Gast.

In ihrem Debüt Nachts lässt die Autorin ihre Protagonistin in Epidsoden die Nacht durchstreifen. Sobald diese des Nachts ein erleuchtetes Fenster sieht, klingelt sie an den Haustüren und verwickelt die Menschen in nächtliche Gespräche.

An diesem Abend bekamen wir und die Gäste von der Autorin auch endlich die Antwort auf die immer wiederkehrende Frage, ob es sich bei ihrem Debüt nun um einen Roman oder einen Erzählband handelt: „Also ich sag‘ immer, es ist ein Buch.“

Weitere Impressionen des Abends findet ihr nun im nachfolgenden Video.

Daniel Beskos über den Indiebookday

Header_ibd_2016_rgb_transNächsten Samstag werden wieder Horden von Lesern in die Buchläden stürmen und sich Bücher aus unabhängigen Verlagen kaufen. Gefeiert wird die Massenbewegung unter dem Namen „Indiebookday“. Doch was ist das für ein Tag und wer hat ihn erfunden?

Vor zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit, Daniel Beskos aus dem mairisch Verlag zu treffen. In einem Uni-Seminar erzählte er uns einige Anekdoten aus seinem Verlagsalltag. Die kleine Geschichte zum Indiebookday wollen wir euch nun anlässlich des anstehenden Tages natürlich nicht vorenthalten.

[Die nachfolgende Datei veröffentlichte ich bereits vor zwei Jahren auf meinem derzeit ruhenden Blog „Zeilensprünge“, einige von euch werden sie also sicherlich schon kennen.]

[Interview] Katja Schraml

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(c) privat

Katja Schraml wurde 1977 in Bayern geboren. Nach einer Lehre als Bauzeichnerin versuchte sie sich an ersten Gedichten und Zeichnungen. In Würzburg studierte sie neuere deutsche Literatur, Sprachwissenschaft und Soziologie. Es folgen erste Erzählungen und Fotografien. 2007 zog sie nach Berlin, wo sie derzeit lebt und seit einigen Jahren bereits in der Veranstaltungsorganisation tätig ist. 2015 erschien ihr Debütroman Josef der Schnitzer Stumpf.

Der Roman ist sprachlich eine der gewagtesten Veröffentlichungen unter den Debütromanen des letzten Jahres. Der Leser folgt zwei Erzählstimmen, die die Geschichte eines jungen Mannes begleiten, der durch einen Umzug nach Berlin einer dörflichen Enge  entfliehen will. In waghalsigen Sprachmanövern schildert Katja Schraml von der vergeblichen Flucht eines Mannes vor seinen eigenen Dämonen und der ewigen Suche nach einem Platz in dieser Welt. Weiterlesen

[Interview] Jung und Jung Verlag

10008.51986.190.190.-filenamejung_und_jung_ln1Der Jung und Jung Verlag ist aus der Landschaft der kleinen und unabhängigen Verlage kaum mehr wegzudenken. Und das gilt nicht nur für Österreich, wo der Verlag Im Jahr 2000 von Jochen Jung gegründet wurde. Schwerpunkte setzt der Jung und Jung Verlag in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur mit Autoren, die sich durch eine sprachliche Eigenständigkeit und intellektuelle Neugier auszeichnen. Übersetzungen, Kunst- und Musikbücher runden das vielschichtige Programm ab. Weiterlesen