[Das Debüt im LIVRES] Lesung und Interview mit Aljoscha Brell

cover Wir schauen zurück auf ein Highlight des vergangenen Jahres: Aljoscha Brell las am 11. November in unserer Veranstaltungsreihe „Das Debüt im LIVRES“ aus seinem Debütroman „Kress“.

Die herrlich skurrile Geschichte um den eigenwilligen Germaninstik-Studenten Kress, brachte uns und die vielen Gäste gleichermaßen zum Lachen und zum Nachdenken – vor allem aber zum gespannten Lauschen. Im Gespräch verriet der Autor, welche Bedeutung die Sprache für ihn hat und warum dem Protagonisten ein tragisches Ende erspart geblieben ist.

In bester Erinnerung bleibt uns ein sehr schöner Abend, ein sympathischer Autor und eine wunderbar kauzige Hauptfigur. Hier ein paar Impressionen für alle, die nicht dabei sein konnten. Viel Spaß!

[Literaturpreis] Gesa Olkusz – Legenden

Am 18.9.2015 wird der Franz-Tumler-Preis für den besten deutschsprachigen Debütroman in Laas verliehen. Wie wir bereits ankündigten, verfolgen wir die Verleihung und darüber hinaus hat jede von uns einen der nominierten Romane gelesen. Wir werden nun in einer kleinen Reihe jeweils die Autorinnen in einem Interview und Statements zu ihren Romanen vorstellen.

Wir setzen unsere Reihe mit Gesa Olkusz und ihrem Debütroman „Legenden“ fort.

olkusz_vorschau.inddFilbert, die Hauptfigur in „Legenden“ ist ein eher schwieriger Typ. Nicht unsympathisch, aber doch eigenwillig, auch ein bisschen schwermütig. Er lebt im Berliner Künstler-Milieu, raucht gern und trinkt gern Kaffee in kalten, nächtlichen Küchen. Hin und wieder tut er etwas Dummes. Außerdem wird sein Leben überschattet von der Lichtgestalt seines verstorbenen Urgroßvaters Stanis und der weniger lichten, dafür aber sehr lebendigen Erscheinung seines „Tantchens“. Stanis, der Großvater, hatte während der deutschen Besatzung in einem ungenannten osteuropäischen Dorf Widerstand geleistet und war dafür deportiert worden. In Filberts Leben materialisiert sich dieser heroische Mythos in unerfüllbaren Erwartungen an ihn und in harter Ablehnung angesichts seines chronischen Scheiterns an diesen Erwartungen. Doch dann erfährt er, dass sein Großvater Stanis nicht bei einem Unfall gestorben ist, sondern in Kanada ein neues Leben angefangen hat. Einige Verwicklungen und Zeitsprünge später findet sich Filbert in Kanada wieder. Dort soll er plötzlich Teil einer Familienzusammenführung werden, die der mysteriöse und vielleicht sogar zeitreisende Junge Aureliusz plant. Am Ende kommt alles anders. Und außerdem ist da noch Mae, die Filberts Herz in der Gegenwart verankert und seine Zukunft seine könnte.

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[Interview] – Ursula Ackrill

BuchcoverUrsula Ackrill war mit dem Roman „Zeiden im Januar“ in diesem Jahr als einzige Debütantin für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Auch wenn sie nicht gewonnen hat, ist sie für uns damit eine Heldin der Debütliteratur. Wir haben uns sehr gefreut, auf der Buchmesse mit ihr sprechen zu können. Im Interview berichtet sie von ihren Erfolgserwartungen, dem Weg zum ersten Roman, die Suche nach Thema und Stil und darüber, wie es jetzt für sie weitergeht.



„Ursula Ackrill portraitiert mit altösterreichischem Kolorit die widerborstige Stadtchronistin Leontine Philippi als Kassandra Siebenbürgens: ein frappierend dichtes und arabeskenreiches Gewebe aus Körpern und Dingen, Sachsenstolz und Heimatdrang, Fortschritt und Rücksichtslosigkeit, Paradies und Sündenfall.“ (Jury des Preises der Leipziger Buchmesse über Ursula Ackrills Roman „Zeiden im Januar“)

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[Rezension] Jens Eisel – Hafenlichter. Stories

HafenlichterSchade, dass Leuchtbuchstaben auf einem Buchcover nicht flackern. Das wäre das I-Tüpfelchen auf diesem literarischen Streifzug über die Reeperbahn gewesen. In seinem Debüt „Hafenlichter. Stories“ erzählt Jens Eisel 17 Kurzgeschichten. Sie tragen Titel wie „Hunde“, „Brüder“, „Die Werkstatt“, „Der Alte“ oder „Sturm“ und spielen allesamt in einer unwirtlichen Cin Sity namens Hamburg. Leider beschwört Eisel diese trostlose Schattenwelt nicht nur herauf, sondern er reizt sie auch bis zur Schmerzgrenze aus.

Nach der Ouvertüre „Hunde“ weiß man, woher der Wind weht: aus einer archaischen Männer-Unterwelt. Der Ich-Erzähler beschreibt seine wortkarge Freundschaft zu Henning, einem Ex-Häftling. Langsam geht es für Henning, der „mindestens einen Kopf größer … und doppelt so breit“ ist wie der Protagonist, nach der Entlassung bergauf. Doch kurz bevor sich die düstere Vergangenheit in Wohlgefallen auflöst, kommt es zur Katastrophe.

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Debüts unter dem Weihnachtsbaum

Noch nicht alle Geschenke zusammen? Hier kommen ein paar Buchtipps, die nicht nur schick unter dem Weihnachtsbaum aussehen, sondern auch als weihnachtliche Glanzstücke der Debüt-Sparte gelten dürfen. Wir haben 5 weihnachtliche Debütromane von damals bis heute (oder andersherum) zusammengestellt:

Lo Malinke – Alles unter einer Tanne (2014)

Lou1_978-3-8105-0396-1 Malinke, den man vielleicht aus seiner Zeit beim Chanson- und Kabarett-Trio Malediva kennt, hat die Gesangskarriere vorerst an den Nagel gehängt und widmet sich inzwischen der Film- und Drehbucharbeit. Außerdem legt er mit „Alles unter einer Tanne“ seinen ersten Roman vor. Darin schickt er zu Weihnachten die geschiedenen Eheleute, Elli und Robert, auf dünnes Eis, denn die traditionelle Weihnachtslüge von der glücklichen Familie droht in diesem Jahr aufzufliegen.

Klappentext

 

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