[Das Debüt 2019] – „Drei Kilometer“ von Nadine Schneider – Die Preisverleihung im Rückblick

Schon am 15. Januar 2021 steht der Gewinner oder die Gewinnerin des Bloggerpreises für Literatur „Das Debüt 2020“ fest. Doch bevor wir das neue Gewinnerbuch verkünden können, möchten wir noch einmal an die vergangene Edition des Preises erinnern. So stand es bereits im Januar 2020 fest, dass der Bloggerpreis für Literatur „Das Debüt 2019“ an Nadine Schneider für ihren Roman „Drei Kilometer“ verliehen wird. Dieses schmale, doch verdichtete Debüt überzeugte nämlich die meisten unserer Jurorinnen und Juroren und setzte sich somit gegen insgesamt 79 Debütromane des vergangenen Jahres durch. Die zunächst für den 24. April geplante Preisverleihung konnte erfreulicherweise im Sommer, am 20. August 2020, im Rahmen einer Open-Air-Veranstaltung auf Zeche-Carl nachgeholt werden.

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[Interview] Nadine Schneider

Weiter geht es mit Shortlist-Kandidatin Nadine Schneider, die uns mit ihrem Debütroman „Drei Kilometer“ überzeugen konnte.

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Foto: Laurin Gutwin

Nadine Schneider wurde 1990 in Nürnberg geboren, lebt in Berlin und arbeitet dort im Theaterbereich. Sie studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Regensburg, Cremona und Berlin. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten in Anthologien, war mehrfach Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens und wurde für Auszüge aus ihrem Debütroman beim Literaturpreis Prenzlauer Berg ausgezeichnet. Weiterlesen

[Interview] Jung und Jung Verlag

10008.51986.190.190.-filenamejung_und_jung_ln1Der Jung und Jung Verlag ist aus der Landschaft der kleinen und unabhängigen Verlage kaum mehr wegzudenken. Und das gilt nicht nur für Österreich, wo der Verlag Im Jahr 2000 von Jochen Jung gegründet wurde. Schwerpunkte setzt der Jung und Jung Verlag in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur mit Autoren, die sich durch eine sprachliche Eigenständigkeit und intellektuelle Neugier auszeichnen. Übersetzungen, Kunst- und Musikbücher runden das vielschichtige Programm ab. Weiterlesen

[Rezension] Saskia Hennig von Lange – Zurück zum Feuer

Eine Sprache ohne Sprechen

Die Gedanken sind frei – das wissen wir nicht erst seit dem 19. Jahrhundert. Warum also nicht gerade in dieser Freiheit nach Antworten auf die Fragen suchen, die uns seit Menschengedenken beschäftigen? In ihrem Debütroman Zurück zum Feuer spürt Saskia Hennig von Lange existenziellen Themen nach und wird auf schmerzhaft anrührende Weise in den Köpfen ihrer Protagonisten fündig. Weiterlesen

[Interview] Saskia Hennig von Lange

© Stefan Freund

© Stefan Freund

Saskia Hennig von Lange ist 1976 geboren und lebt in Frankfurt am Main. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Sie forscht und arbeitet an der Justus-Liebig-Universität Gießen an ihrer Dissertation zum Verhältnis von Bild, Rahmen und Körper in der spätmittelalterlichen Kunst. 2013 veröffentlichte sie im Jung und Jung Verlag die Novelle Alles, was draußen ist. Im August erschien ihr Debütroman Zurück zum Feuer, für den sie den Hallertauer Roman-Debütpreis bekam.

In ihrem Debütroman klinkt sie sich geschickt in die Köpfe ihrer Protagonisten ein und erzählt eine Geschichte von existenzieller Wucht, die trotz allem nicht zarter hätte sein können. Wir begegnen einem sterbenden Max Schmeling, einem Ehepaar, das verzweifelt versucht, über einen Verlust hinwegzukommen und einem Haus voller letzter Augenblicke.

Ich habe mit Saskia Hennig von Lange über ihren Roman und das Schreiben gesprochen. Die Rezension findet ihr hier. Weiterlesen