[Rezension] Sabine Wirsching – Druckstaueffekt

© Laura PIn einer Großstadt wie Berlin ist es nicht nur schwer, Liebe zu finden. Es ist komplex: sich überhaupt für ein Beziehungs- und Lebensmodell zu entscheiden, sich auf einen Partner festzulegen oder nicht, sich selbst in der eigenen Sehnsucht auszukennen, die eigenen Wünsche mit denen anderer zu vereinbaren … und dabei nicht völlig hemmungs- und rücksichtslos dem Egotrip anheim zu fallen, von all dem erzählt Sabine Wirsching in ihrem Debütroman.

Irgendwann. Ich werde das Gefühl von Suche nicht los – diese Berliner Krankheit, die Erwartung, dass hinter jeder Ecke, in jedem Club ein Besserer warten könnte. Die Stadt ist voller Menschen, überall begegnet man neuen Menschen, bis man süchtig danach ist. Im Alltag werden alle Krawallprinzen grau. Das weiß ich, aber ich will nicht verstehen.“

Sabine Wirsching hat einen unromantischen Roman über Sex, Beziehungsleben, Berlin, Musik und Sehnsucht geschrieben. Es geht um die Suche nach dem Richtigen und um das wilde Ausleben, um das, was bei Männern „Hörner abstoßen“ genannt wird und um die Torschlusspanik, die manch einen Ende Zwanzig zum Beispiel in Berlin befällt. Feste Beziehung? Familie? Bloß nicht. Nicht jetzt. Weiterlesen

[Fingerzeig] Jonathan Löffelbein – Der Besucher

Der kladde|buchverlag ist vieles, aber sicherlich nicht konventionell. Er finanziert seine Buchprojekte über Crowdfunding, d.h. die Leser bestimmen mit ihrer Zahlung, was gedruckt wird. Grund genug, einen genaueren Blick auf die derzeit dort laufenden Projekte zu werfen. Eines davon möchte ich euch hier besonders ans Herz legen.

Jonathan Löffelbein legt mit Der Besucher einen grotesken Roman vor, bei dem einem das Lachen gerne auch im Hals stecken bleiben darf. Sein Buch ist aktuell zu 97 % finanziert, für die restlichen 3 % bleiben ihm noch knapp elf Tage.

Im Anschluss an das Video findet ihr noch ein kleines Interview, das ich mit dem Autor geführt habe.

Weiterlesen