[Interview] Heinz Helle

Heinz HelleHeinz Helle wurde 1978 geboren und lebt derzeit mit seiner Familie in Biel. Er studierte Philosophie in München und New York, arbeitete als Texter in Werbeagenturen und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel. 2013 bekam Helle im Zuge des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs den Ernst-Willner-Preis verliehen. Er ist dort mit einem Auszug aus seinem ersten Roman Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin angetreten, den der Suhrkamp Verlag im Februar 2014 veröffentlichte. Im September 2015 wird sein zweiter Roman Eigentlich müssten wir tanzen erscheinen.

In seinem Debütroman verknüpft er philosophische mit allzu weltlichen Problemen und zeigt, wie man ebenjene und sich selbst kaputtdenken kann. Helle lässt einen namenlosen Philosophie-Studenten vom Leben zu schnöder Theorie und wieder zurück taumeln, lässt ihn scheitern an Lehre, Liebe und seinem eigenen Ich und ihn letztendlich doch noch beim Leben oder dem, was man so bezeichnet, ankommen. Weiterlesen

[Rezension] Saskia Hennig von Lange – Zurück zum Feuer

Eine Sprache ohne Sprechen

Die Gedanken sind frei – das wissen wir nicht erst seit dem 19. Jahrhundert. Warum also nicht gerade in dieser Freiheit nach Antworten auf die Fragen suchen, die uns seit Menschengedenken beschäftigen? In ihrem Debütroman Zurück zum Feuer spürt Saskia Hennig von Lange existenziellen Themen nach und wird auf schmerzhaft anrührende Weise in den Köpfen ihrer Protagonisten fündig. Weiterlesen

[Interview] Saskia Hennig von Lange

© Stefan Freund

© Stefan Freund

Saskia Hennig von Lange ist 1976 geboren und lebt in Frankfurt am Main. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Sie forscht und arbeitet an der Justus-Liebig-Universität Gießen an ihrer Dissertation zum Verhältnis von Bild, Rahmen und Körper in der spätmittelalterlichen Kunst. 2013 veröffentlichte sie im Jung und Jung Verlag die Novelle Alles, was draußen ist. Im August erschien ihr Debütroman Zurück zum Feuer, für den sie den Hallertauer Roman-Debütpreis bekam.

In ihrem Debütroman klinkt sie sich geschickt in die Köpfe ihrer Protagonisten ein und erzählt eine Geschichte von existenzieller Wucht, die trotz allem nicht zarter hätte sein können. Wir begegnen einem sterbenden Max Schmeling, einem Ehepaar, das verzweifelt versucht, über einen Verlust hinwegzukommen und einem Haus voller letzter Augenblicke.

Ich habe mit Saskia Hennig von Lange über ihren Roman und das Schreiben gesprochen. Die Rezension findet ihr hier. Weiterlesen