[Das Debüt im LIVRES] Lesung und Interview mit Mercedes Lauenstein

Nachts_08.inddAm 01. Dezember 2015 war Mercedes Lauenstein in unserer Lesereihe Das Debüt im LIVRES zu Gast.

In ihrem Debüt Nachts lässt die Autorin ihre Protagonistin in Epidsoden die Nacht durchstreifen. Sobald diese des Nachts ein erleuchtetes Fenster sieht, klingelt sie an den Haustüren und verwickelt die Menschen in nächtliche Gespräche.

An diesem Abend bekamen wir und die Gäste von der Autorin auch endlich die Antwort auf die immer wiederkehrende Frage, ob es sich bei ihrem Debüt nun um einen Roman oder einen Erzählband handelt: „Also ich sag‘ immer, es ist ein Buch.“

Weitere Impressionen des Abends findet ihr nun im nachfolgenden Video.

[Das Debüt im LIVRES] Fragen an Mercedes Lauenstein

 © Juri Gottschall

© Juri Gottschall

Am 01. Dezember 2015 wird Mercedes Lauenstein Gast unserer Lesereihe „Das Debüt im LIVRES“ sein und aus ihrem Debüt „Nachts“ lesen. Wir geben euch nun wieder die Möglichkeit, eure Fragen an die Autorin loszuwerden. Am Abend der Lesung werden wir Mercedes Lauenstein eure Fragen stellen und ihre Antworten hier veröffentlichen. Kommentiert unter diesem Beitrag, schreibt uns eine Mail, bei Facebook oder Twitter, auch Postkarten und Briefe sind erlaubt. Bis zum 30. November könnt ihr eure Fragen einreichen.

„Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, Nachts_08.indddoch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit – Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist.“

„Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr viel klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ Ich schweige. Wir gucken zum Fenster hinaus und sehen uns selbst. In der Spiegelung treffen sich unsere Blicke. Dann sagt er: „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen.“


Bis zum 10. November 2015 habt ihr noch die Möglichkeit, hier eure Fragen an Aljoscha Brell loszuwerden, der am Tag darauf aus seinem Debütroman Kress lesen wird.

Wir freuen uns auf wunderbare literarische Abende mit euch und warten gespannt auf eure Fragen.

[Rückblende] Tanja Dückers – Spielzone // 1999

Tanja Dückers - SpielzoneMein erster Roman „Spielzone“ hat mich jahrelang in Anspruch genommen. Ich beneidete Autoren, die ihr Debüt in einem „Schreibrausch“ herunterschreiben konnten, ich habe damals genauso wie heute eher langsam und gründlich gearbeitet. Das Überarbeiten der Kapitel hat länger als das Schreiben gedauert. Auch musste ich viel recherchieren, da mein Roman viele realistische Rekurse auf die Berliner Bezirke Neukölln und Prenzlauer Berg enthielt. Die Recherche machte die halbe Arbeit aus. Als das Buch endlich erschien, war die Publikation für mich keine große Überraschung, weil ich vorher schon zwei Gedichtbände in einem Miniverlag veröffentlicht hatte – und viele Anthologiebeiträge. Sicher an die 20 oder 30. Ich gehörte nicht zu den superjungen Autoren, ich war schon 30, als mein Prosadebüt erschien. Bei den Gedichtbänden (einem deutschen und einem englischen) war ich 28 Jahre alt. Mein erster Verlag war ein Ein-Mann-Unternehmen, der Verlag hieß „Bonsai typArt-Verlag“. Der Name Bonsai war sehr treffend. Weiterlesen