[unterwegs] Julia Weber erhält für „Immer ist alles schön“ den Franz-Tumler-Literaturpreis

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Zum sechsten Mal wurde am 15. September 2017, unmittelbar vor der Apfelernte, in Laas, einem Kulturdorf im Oberen Vinschgau (Südtirol), der Franz-Tumler-Literaturpreis ausgetragen, aus dem als Gewinnerin Julia Weber mit Immer ist alles schön (erschienen im Limmat Verlag) hervorging. Den Publikumspreis erhielt Stephan Lohse für Ein fauler Gott. Doch nun der Reihe nach…

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Alle (zwei) Jahre wieder: Franz-Tumler-Literaturpreis 2017

 

Logo_Tumler_4c_WEBAm 14. und 15. September 2017, bereits zum sechsten Mal, tagt in Laas/Südtirol eine fünfköpfige internationale Jury, bestehend aus namenhaften LiteraturwissenschaftlerInnen, LiteraturkritikerInnen und AutorInnen, um aus den von ihr nominierten Erstlingsromanen einen Gewinner/eine Gewinnerin zu küren. Da wir Euch dieses Literaturfest nicht entgehen lassen wollen, sind wir auch dieses Jahr wieder dabei!

Doch zuvor möchte ich Euch kurz die FinalistInnen und ihre Debütromane vorstellen.

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[Literaturpreis] Das Jahr 2015 in Preisen

Der Beginn eines neuen Jahres ist immer ein guter Anlass dazu, das alte Jahr zu resümieren. Wie war das Jahr 2015 für die DebütantInnen und ihre Romane? Auf jeden Fall preisreich! Nahezu täglich wird in Deutschland ein Literaturpreis verliehen, meist an einen bereits verdienten und/oder erfolgreichen Autor.* Darunter gibt es jedoch auch einige Preise, die DebütantInnen auszeichnen und dadurch auf die Erstlingsromane aufmerksam machen. Die meisten dieser Preise werden im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. Die letzte „Massenehrung“ gab es in dem soeben vergangenen Jahr 2015. Da die Breitenwirkung dieser meist nur regional bekannten Preise eingeschränkt ist, möchten wir euch hiermit einen kleinen, chronologisch aufgebauten Überblick über die erfolgreichen DebütantInnen des Jahres 2015 liefern.

 

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[Literaturpreis] Der Franz-Tumler-Literaturpreis 2015: And the winner is…

11252173_910324319013511_5197048034071075469_nAm 18.09.2015 wurde in der kleinen Gemeinde Laas im Südtirol zum fünften Mal der Franz-Tumler-Literaturpreis ausgetragen. Jeder Mitglied der fünfköpfigen Jury, bestehend aus der u.a. vom Ingeborg-Bachmann-Preis bekannten Literaturkritikerin Daniela Strigl (A), dem Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Toni Bernhart (D), dem Kulturpublizist Manfred Papst (CH), dem Autor und Musiker Gerhard Ruiss (A) und dem Schriftsteller und ehemaligen Finalisten des Franz-Tumler-Preises Gregor Sander (D), hat einen preiswürdigen Debütroman vorgeschlagen. Zur Auswahl standen Romane, die zwischen dem 01.01. und dem 15.05.2015 veröffentlicht wurden. Eine Selbstbewerbung war nicht möglich. Letzte Woche trafen die Autorinnen und die Jurymitglieder zusammen, um unter der Matterhorn-Leselampe mit einer Marmorhalterung aus ihren Werken vorzutragen bzw. über die Gewinnerin abzustimmen.

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[Literaturpreis] Stell dir vor, ein Roman wird mit einem Literaturpreis ausgezeichnet und niemand bekommt es mit

DSC_0014 [1009041]Eigentlich sollte dieser Beitrag ganz anders beginnen. Eigentlich wollte ich euch einen kleinen zusammenfassenden Überblick über die nominierten Romane des Franz-Tumler-Literaturpreises geben, damit ihr fröhlich weiter spekulieren könnt. Eigentlich wollte ich euch an unsere Verlosung erinnern, bei der ihr einen der nominierten Romane gewinnen könnt. Eigentlich hängt das nun Folgende auch mit dem Bisherigen zusammen, aber ganz uneigentlich sitze ich nun hier und blicke auf die Überschrift, die jegliche Planung zunichte machen wird. Ein kleines Gedankenallerlei zum Preisen der Literatur Weiterlesen

[Literaturpreis] Kristine Bilkau – Die Glücklichen

Am 18.9.2015 wird der Franz-Tumler-Preis für den besten deutschsprachigen Debütroman in Laas verliehen. Wie wir bereits ankündigten, verfolgen wir die Verleihung und darüber hinaus hat jede von uns einen der nominierten Romane gelesen. Wir werden nun in einer kleinen Reihe jeweils die Autorinnen in einem Interview und Statements zu ihren Romanen vorstellen.

Wir beenden unsere Reihe mit Kristine Bilkaus „Die Glücklichen“

042_87453_153599_xxlDie Glücklichen, so heißt DER Roman, auf den scheinbar alle so sehnsüchtig gewartet haben, da er thematisch gegenwärtiger kaum sein könnte. Kristine Bilkau wendet sich in ihrem Debütroman dem Alltag der Generation 30+ zu und findet dort einen klaffenden Abgrund zwischen Selbstverwirklichung und den Anforderungen der modernen Gesellschaft. Die Autorin erzählt von der tiefen Verunsicherung einer jungen Kleinfamilie, die an ebendiesem Abgrund steht und nicht weiß, wie er am besten zu überbrücken ist. In einer Welt, in der das persönliche Scheitern zur größten Sünde wird, verlieren die Protagonisten Georg und Isabell mehr und mehr den Blick für das eigene Glück. Weiterlesen

[Literaturpreis] Gesa Olkusz – Legenden

Am 18.9.2015 wird der Franz-Tumler-Preis für den besten deutschsprachigen Debütroman in Laas verliehen. Wie wir bereits ankündigten, verfolgen wir die Verleihung und darüber hinaus hat jede von uns einen der nominierten Romane gelesen. Wir werden nun in einer kleinen Reihe jeweils die Autorinnen in einem Interview und Statements zu ihren Romanen vorstellen.

Wir setzen unsere Reihe mit Gesa Olkusz und ihrem Debütroman „Legenden“ fort.

olkusz_vorschau.inddFilbert, die Hauptfigur in „Legenden“ ist ein eher schwieriger Typ. Nicht unsympathisch, aber doch eigenwillig, auch ein bisschen schwermütig. Er lebt im Berliner Künstler-Milieu, raucht gern und trinkt gern Kaffee in kalten, nächtlichen Küchen. Hin und wieder tut er etwas Dummes. Außerdem wird sein Leben überschattet von der Lichtgestalt seines verstorbenen Urgroßvaters Stanis und der weniger lichten, dafür aber sehr lebendigen Erscheinung seines „Tantchens“. Stanis, der Großvater, hatte während der deutschen Besatzung in einem ungenannten osteuropäischen Dorf Widerstand geleistet und war dafür deportiert worden. In Filberts Leben materialisiert sich dieser heroische Mythos in unerfüllbaren Erwartungen an ihn und in harter Ablehnung angesichts seines chronischen Scheiterns an diesen Erwartungen. Doch dann erfährt er, dass sein Großvater Stanis nicht bei einem Unfall gestorben ist, sondern in Kanada ein neues Leben angefangen hat. Einige Verwicklungen und Zeitsprünge später findet sich Filbert in Kanada wieder. Dort soll er plötzlich Teil einer Familienzusammenführung werden, die der mysteriöse und vielleicht sogar zeitreisende Junge Aureliusz plant. Am Ende kommt alles anders. Und außerdem ist da noch Mae, die Filberts Herz in der Gegenwart verankert und seine Zukunft seine könnte.

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