[Rezension] Katharina Hartwell – Das fremde Meer

„Die Veränderung hat das Haus umzingelt, die Zeit ist wie eine große, unaufhaltsame Welle über den Ort hinweggegangen, und vor der Haustür hat sie nicht Halt gemacht. Auch Paul hat sie gefunden, zwischen den vergilbten Postern und leiernden Kassetten hat sie ihn gefunden. So wie sie mich findet, wie sie uns alle finden wird, denn die Veränderung ist ja schon in uns, ist in unseren Körpern angelegt, die zerfallen, sich neu aufbauen, sich reparieren und wieder zersetzen und endgültig zersetzen.“

© Laura P

Alles ist miteinander verbunden. Die Liebenden, die Suchenden, die Verlorenen, die Bäume und die Häuser und das Meer. Immer wieder das Meer. Das Meer, das so undurchdringlich und übermächtig ist, das ewig seine Wellen ans Land trägt, und nie das gleiche Meer ist, stets in Veränderung begriffen. Marie und Jan sind miteinander verbunden. In all den zehn Geschichten dieses Debütromans begegnen sie sich auf verschiedenste Art, sie finden sich, verlieren sich, halten sich aneinander fest. Weiterlesen

[Rezension] Arezu Weitholz – Wenn die Nacht am stillsten ist

ArezuAn vergangene Zeiten erinnert man sich meist erst wieder, wenn man auf Mottoparties eingeladen wird. Nun ist es auch für die 90er soweit, die Distanz ist groß genug, dass man mit den Dingen Spaß haben kann, für die man sich vor einigen Jahren noch geschämt hat. Auf eine solche Mottoparty lädt Arezu Weitholz ihre Leser mit ihrem Debütroman „Wenn die Nacht am stillsten ist“ ein. Vor dem Hintergrund der neonfarbenen Popkultur der 90er erzählt sie von einer Liebe, die an der Zeit scheitert und Gedanken, die sich wie Hämmer durch den Verstand arbeiten. Weiterlesen