Alle (zwei) Jahre wieder: Franz-Tumler-Literaturpreis 2017

 

Logo_Tumler_4c_WEBAm 14. und 15. September 2017, bereits zum sechsten Mal, tagt in Laas/Südtirol eine fünfköpfige internationale Jury, bestehend aus namenhaften LiteraturwissenschaftlerInnen, LiteraturkritikerInnen und AutorInnen, um aus den von ihr nominierten Erstlingsromanen einen Gewinner/eine Gewinnerin zu küren. Da wir Euch dieses Literaturfest nicht entgehen lassen wollen, sind wir auch dieses Jahr wieder dabei!

Doch zuvor möchte ich Euch kurz die FinalistInnen und ihre Debütromane vorstellen.

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Daniel Beskos über den Indiebookday

Header_ibd_2016_rgb_transNächsten Samstag werden wieder Horden von Lesern in die Buchläden stürmen und sich Bücher aus unabhängigen Verlagen kaufen. Gefeiert wird die Massenbewegung unter dem Namen „Indiebookday“. Doch was ist das für ein Tag und wer hat ihn erfunden?

Vor zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit, Daniel Beskos aus dem mairisch Verlag zu treffen. In einem Uni-Seminar erzählte er uns einige Anekdoten aus seinem Verlagsalltag. Die kleine Geschichte zum Indiebookday wollen wir euch nun anlässlich des anstehenden Tages natürlich nicht vorenthalten.

[Die nachfolgende Datei veröffentlichte ich bereits vor zwei Jahren auf meinem derzeit ruhenden Blog „Zeilensprünge“, einige von euch werden sie also sicherlich schon kennen.]

[Interview] Katja Schraml

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(c) privat

Katja Schraml wurde 1977 in Bayern geboren. Nach einer Lehre als Bauzeichnerin versuchte sie sich an ersten Gedichten und Zeichnungen. In Würzburg studierte sie neuere deutsche Literatur, Sprachwissenschaft und Soziologie. Es folgen erste Erzählungen und Fotografien. 2007 zog sie nach Berlin, wo sie derzeit lebt und seit einigen Jahren bereits in der Veranstaltungsorganisation tätig ist. 2015 erschien ihr Debütroman Josef der Schnitzer Stumpf.

Der Roman ist sprachlich eine der gewagtesten Veröffentlichungen unter den Debütromanen des letzten Jahres. Der Leser folgt zwei Erzählstimmen, die die Geschichte eines jungen Mannes begleiten, der durch einen Umzug nach Berlin einer dörflichen Enge  entfliehen will. In waghalsigen Sprachmanövern schildert Katja Schraml von der vergeblichen Flucht eines Mannes vor seinen eigenen Dämonen und der ewigen Suche nach einem Platz in dieser Welt. Weiterlesen

[Das Debüt im LIVRES] Lesung und Interview mit Martin Kordic

Kordic_24529_MR2.inddAnhalten lässt sich die Weihnachtszeit leider nicht, wir können euch lediglich diese seltsame Zeit zwischen den Jahren versüßen. Und das möchten wir mit einem weiteren Ausschnitt aus unserer Lesereihe auch gerne machen. Am 24. Feburar 2015 las Martin Kordic bei uns aus seinem Debütroman Wie ich mir das Glück vorstelle, in dem der Autor die Schrecken des Bosnien-Kriegs aus der Perspektive eines bemerkenswerten Kindes beleuchtet. Hier könnt ihr euch nun einen Eindruck vom Leseabend verschaffen. Viel Spaß!

[Das Debüt im LIVRES] Fragen an Mercedes Lauenstein

 © Juri Gottschall

© Juri Gottschall

Am 01. Dezember 2015 wird Mercedes Lauenstein Gast unserer Lesereihe „Das Debüt im LIVRES“ sein und aus ihrem Debüt „Nachts“ lesen. Wir geben euch nun wieder die Möglichkeit, eure Fragen an die Autorin loszuwerden. Am Abend der Lesung werden wir Mercedes Lauenstein eure Fragen stellen und ihre Antworten hier veröffentlichen. Kommentiert unter diesem Beitrag, schreibt uns eine Mail, bei Facebook oder Twitter, auch Postkarten und Briefe sind erlaubt. Bis zum 30. November könnt ihr eure Fragen einreichen.

„Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, Nachts_08.indddoch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit – Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist.“

„Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr viel klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ Ich schweige. Wir gucken zum Fenster hinaus und sehen uns selbst. In der Spiegelung treffen sich unsere Blicke. Dann sagt er: „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen.“


Bis zum 10. November 2015 habt ihr noch die Möglichkeit, hier eure Fragen an Aljoscha Brell loszuwerden, der am Tag darauf aus seinem Debütroman Kress lesen wird.

Wir freuen uns auf wunderbare literarische Abende mit euch und warten gespannt auf eure Fragen.

Veranstaltungshinweise für November 2015

Wir möchten euch auf zwei Veranstaltungen im November hinweisen, die uns sehr am Herzen liegen. Räumlich liegen sie über 500 km voneinander entfernt, auch thematisch unterscheiden sie sich stark, aber wer sich das Stichwort „Literatur“ auf die Fahnen schreibt, der kann sich hier problemlos auch einen Beitrag teilen.

Am 16.11.2015 um 19.30 Uhr ist es wieder soweit. Im Rahmen des Lese-Marathons SLB_Logo_2015 [1909798]Berlin-Brandenburg „Stadt Land Buch“, der vom 14. – 22.11.2015 stattfindet, wird es erneut einen Debütantensalon geben, den wir euch gerne ans Herz legen wollen. Letztes Jahr war Laura vor Ort und hat die Veranstaltung hier zusammengefasst.
In diesem Jahr können fünf junge Autorinnen entdeckt werden: Mirna Funk, Kat Kaufmann, Samira Kentrić, Mercedes Lauenstein und Jackie Thomae stellen im Gespräch mit Knut Elstermann ihre Debütromane vor.

Debütantensalon im TAK Theater im Aufbau Haus (Prinzenstraße 85 F, Berlin-Kreuzberg) // Eintritt: 6 €, ermäßigt 4 €
Wenn ihr Lust und Zeit habt, schaut vorbei. Es lohnt sich!


887475_1039212676109298_7347764414065348974_oDas Richtungsding ist eine halbjährlich erscheinende Zeitschrift für Literatur, die in ihren Heften die „Vielfalt zeitgenössischen Schreibens abbildet“. Vor einem Jahr konnten wir uns auf einer Lesung des Richtungsdings von dieser Vielgestalt der literarisch eingereichten Texte überzeugen. Den Bericht zur Veranstaltung findet ihr hier. Nun feiert das Richtungsding am Samstag, den 28.11.2015 um 21:00 Uhr fünfjähriges Jubiläum, und ihr könnt mitfeiern. Die sechsköpfige Redaktion musste sich in den letzten Ausgaben durch zahlreiche Einsendungen aus der ganzen Republik wühlen, nun aber graben sie sich unter dem Motto „Ruhrgold“ durch die besten Texte von Autoren aus dem Ruhrgebiet oder solchen, die über den Pott schreiben.

Ein Besuch lohnt sich hier nicht nur, weil der Eintritt frei ist, sondern weil man die Herzlichkeit des Teams, die Leidenschaft für Literatur und das Engagement für die Zeitschrift in jeder Faser dieser Veranstaltungen spüren kann.

[Rückblende] Georg Klein – Libidissi //1998 bzw. Barbar Rosa // 1991/2001

1998

Georg Klein // 1998

Da Debüt „Anfang“ heißt, müsste das sogenannte literarische Debüt doch ein bestimmtes Beginnen bezeichnen. Aber was oder wer beginnt hier eigentlich womit? Dass derjenige, der plötzlich als Debütant gehandelt wird, erst vor kurzem mit dem Schreiben begonnen hat, dürfte höchst selten der Fall sein. Fast immer gibt einen Vorlauf, der in der Regel mindestens ein paar Jahre umfasst. Bei mir liegen zwischen den ersten ernsten Schreibversuchen in den mittleren 70er Jahren und der ersten Buchveröffentlichung 1998 sogar mehr als zwei Jahrzehnte. Weiterlesen