„Das Debüt im LIVRES“

Eintritt frei. Platzreservierungen unter:
info@dasdebuet.de

Lesung & Gespräch

Die Lesung wird im Frühsommer nachgeholt! 

18. März 2020 (Mittwoch) | 19.30 Uhr | Café Livres, Moltkestr. 2a, Essen

mit

Lennardt Loß 1_© Viet Duc Le

© Viet Duc Le

»Ich mag Loß‘ Art des Anzitierens. Das ist wie Breaking Bad, diese Art von Aktualitätsbezug nach amerikanischem Erzählprinzip.« Nora Gomringer

Ein Passagierflugzeug stürzt über dem Südpazifik ab. Unter den Passagieren, die nicht cache_2480963756sofort ertrinken, ist die 22-jährige Marina Palm. Tagelang treibt sie, festgeklammert an einen Fenstersitz, auf dem Ozean. Dann erscheint am Horizont eine einsame Insel. 25 Jahre lang ist Marina verschollen. Und für den Leser bleibt sie es auch.

Lennardt Loß erzählt in seinem Debüt keine Robinson Crusoe Geschichte, sondern von Menschen, deren Lebenswege sich mit dem seiner Hauptfigur kreuzen. Da ist ein ehemaliger RAF-Terrorist, der die ersten zwei Tage mit Marina auf dem Ozean treibt. Oder ein neurotisches Handmodel aus Kanada, das auf Google Earth das Satellitenbild eines scheinbar unbewohnten Pazifikatolls entdeckt, auf dessen Strand HELP geschrieben steht. Marinas Vater, ein Bauunter-nehmer zwischen Größenwahn und Lächerlichkeit, ihre geltungssüchtige Mutter, die den Verlust der Tochter durch das Drehen eines Splatterfilms verarbeitet, und ihr Freund, ein Nachwuchsboxer, der mit Marinas Geschichte viel Geld verdient. Sieben skurrile, abgründige Kapitel, jedes eine Short Story für sich. Mit viel schwarzem Humor,
nie aber zynisch.

Loß_Leseprobe

Lennardt Loß, geb. 1992 in Braunschweig. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Jena, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt am Main. Freier Mitarbeiter für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Literarische Veröffentlichungen in L – Der Literaturbote Nr. 126 & 127. Stipendiat des Hessischen Literaturrats in Prag, Preisträger des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen (2017 und 2018), im Frühjahr 2019 Stipendiat der Roger Willemsen-Stiftung in Hamburg.

Zu einem Porträt-Video und einer kurzen Lesung anlässlich seiner Teilnahme am Bachmann-Wettbewerb 2018 geht es hier.


Presse- und Leserstimmen:

»Lennardt Loß‘ Interesse für seine Figuren springt auch auf mich über, und ich werde über den Text hinausgetragenInsa Wilke

»Das Allerschönste ist, dass man Loß auch politisch lesen kann. Mit den krassen Bildern der Absurditäten des Kapitalismus nimmt Loß das Kolorit der Zeit auf und montiert eine rasante und hochinteressante Geschichte.« Michael Wiederstein

»Diese lässige Erzählerhaltung, die da ist, obwohl es sich um eine Katastrophe in der Katastrophe handelt, dieses Unhysterische – da liegt die ganze Komik des Texts.« Nora Gomringer

»Wer die Ästhetik des Kurzweilligen akzeptiert, kommt schnell in den Genuss eines gekonnten Erzählens, das ungemein zielsicher Dynamik, Ironie und einen Sinn für Perspektivwechsel kombiniert. Weit weg von einer nur spielerischen Konstruktion eines konsumierbaren Materials öffnet der Text bei genauerem Hinsehen auch Möglichkeiten des Nachdenkens über die Absurdität gegenwärtiger Gleichzeitigkeiten und spielt auf virtuose Art und Weise mit Aspketen der Exisentialität: Das eigentlich dramatische Ereignis (der Flugzeugabsturz) wird so eingebettet in ökonomische und konsumistische Kalküle, entfaltet darüber seine groteske Färbung und wirkt letztlich doch nicht allzu weit entfernt von der Lebenswirklichkeit des 21. Jahrhunderts.« Simon Scharf, literaturkritik.de

 


 

Lesung & Gespräch

22. Januar 2020 (Mittwoch) | 19.30 Uhr | Café Livres, Moltkestr. 2a, Essen

mit

behr-markus-765_copyright_Thomas Tietze

(c) Thomas Tietze

 

9783803128164
Markus Behr ist Essener Gymnasiallehrer, Redakteur der Literaturzeitschrift „Richtungsding“ und ein vielseitiger Autor. In seinem humorvollen Romandebüt „Vaterschaftstest“ (Wagenbach Verlag) beschreibt er die Geschichte von Fabian Weinert, der eines Tages mit zwei jungen Mädchen konfrontiert wird, die glauben, seine leiblichen Kinder zu sein. Dabei ist Fabian noch Jungfrau… Oder doch nicht?
Moderation: Bozena Badura
Klappentext:

Er ist gerade dabei, sein Leben in angenehme und unangenehme Tätigkeiten zu sortieren, als er mit Mitte dreißig plötzlich Vater von Zwillingen wird. Damit hat Fabian nun wirklich nicht gerechnet. Die Mädchen sind sechzehn Jahre alt …

Zu Beginn der Sommerferien erhält der Lehrer Fabian Weinert einen Anruf: Zwei Mädchen namens Ronja und Leonie, sechzehn Jahre alt und eineiige Zwillinge, wollen ihn unbedingt treffen. Die beiden wurden nach der Geburt adoptiert und glauben, in ihm ihren leiblichen Vater gefunden zu haben. Fabian, überaus sympathisch, aber auch reichlich verkorkst, ist einigermaßen irritiert – denn zu seinem Leidwesen ist er mit Mitte dreißig immer noch Jungfrau. Jedenfalls dachte er das bisher.

Bei einem ersten Treffen eröffnen ihm die Zwillinge den komplexen Sachverhalt. Angeblich ist die biologische Mutter sich ihrer Sache ganz sicher. Fabian aber hat ihren Namen noch nie gehört.

Auf der Suche nach der Wahrheit passiert so allerhand. Er nimmt Kontakt zu seinen früheren Mitschülern auf, meldet sich übungshalber für eine »Kuschelparty« an, besucht das Wohnzimmerkonzert seiner »Töchter« und reist schließlich mit ihnen zu ihrer Mutter nach Basel …

Ein kurzweiliges Debüt, ein bisschen tragisch und meistens komisch. Ein großes Lesevergnügen!


Unsere Lesungen werden gefördert von der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V.

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Bisher haben folgende Autoren bei uns gelesen:

  • Julia Trompeter – Die Mittlerin
  • Martin Kordic – Wie ich mir das Glück vorstelle
  • Martin Lechner – Kleine Kassa
  • Tilman Strasser – Hasenmeister
  • Frank O. Rudkoffsky – Dezemberfieber
  • Aljoscha Brell – Kress
  • Mercedes Lauenstein – Nachts
  • Karin Kalisa – Sungs Laden
  • Sascha Macht – Der Krieg im Garten des Königs der Toten
  • Pierre Jarawan – Am Ende bleiben die Zedern
  • Susanna Mewe – Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten
  • Anna Galkina – Das kalte Licht der fernen Sterne
  • Isabelle Lehn – Binde zwei Vögel zusammen
  • Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran
  • Juliana Kálnay – Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens
  • Stephan Reich – Wenn’s brennt
  • Svenja Gräfen – Das Rauschen in unseren Köpfen
  • Dietlind Falk – Das Letzte
  • Stephan Lohse – Ein fauler Gott
  • Klaus Cäsar Zehrer – Das Genie & Christian Bangel „Oder Florida“ (Preisverleihung und Lesung – Das Debüt 2017 – Bloggerpreis für Literatur)
  • Karosh Taha – Beschreibung einer Krabbenwanderung
  • Hakan Tezkan – Den Kern schluckt man nicht
  • Daniel Faßbender – Die weltbeste Geschichte vom Fallen
  • Bettina Wilpert – nichts, was uns passiert (Preisverleihung und Lesung – Das Debüt 2018 – Bloggerpreis für Literatur)
  • Wlada Kolosowa – Fliegende Hunde
  • Andreas Thamm – Unter Schluchten (Verlagsdebüt: Serie945756)
  • Sebastian Guhr – Die langen Arme | Das Debüt meets Blogbuster!
  • Jacqueline Thör – Nenn mich einfach Igel
  • Markus Behr – Vaterschaftstest

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