[Rezension] Beka Adamaschwili debütiert mit einem „Bestseller“

Die Frankfurter Buchmesse 2018 steht vor der Tür und mit ihr das diesjährige Gastland – Georgien. Die Meisten verbinden mit Georgien zunächst Nino Haratischwili – der Jungstar georgischer Herkunft am Firmament der deutschen Gegenwartsliteratur. Doch dieses spannende Land hat literarisch (und wohl nicht nur!) viel mehr anzubieten als manch eine(r) ahnen würde.
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[Interview] Anja Kampmanns Debüt „Wie hoch die Wasser steigen“ oder ein Mann ohne Zukunft

Zwar hat Anja Kampmann mit ihrem Romandebüt Wie hoch die Wasser steigen den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nicht erhalten, doch er bescherte ihr eine mediale Aufmerksamkeit, die für jede Debütantin und jeden Debütanten überlebensnotwendig ist. Ihr Romandebüt erzählt die Geschichte von Waclaw, den es über viele Jahre in die weite, exotische Ferne zog. Doch als ihn dort nichts mehr hält, muss er einsehen, dass die zurückgelassene Welt nicht mehr auf ihn wartet.  Weiterlesen

Alle (zwei) Jahre wieder: Franz-Tumler-Literaturpreis 2017

 

Logo_Tumler_4c_WEBAm 14. und 15. September 2017, bereits zum sechsten Mal, tagt in Laas/Südtirol eine fünfköpfige internationale Jury, bestehend aus namenhaften LiteraturwissenschaftlerInnen, LiteraturkritikerInnen und AutorInnen, um aus den von ihr nominierten Erstlingsromanen einen Gewinner/eine Gewinnerin zu küren. Da wir Euch dieses Literaturfest nicht entgehen lassen wollen, sind wir auch dieses Jahr wieder dabei!

Doch zuvor möchte ich Euch kurz die FinalistInnen und ihre Debütromane vorstellen.

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[Rezension] Verena Mermer – die stimme über den dächern

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Vor der Lektüre von „die stimme über den dächern“ wusste ich nicht viel über Baku. Das, was ich wusste – ja, ich gebe es zu -, wusste ich durch die Berichterstattungen rund um den Eurovision Song Contest, der 2012 in Baku stattfand. Jenseits von „Euphoria“ und unter Überschriften wie „Kein bisschen Frieden“ ging es um Menschenrechtsverletzungen und staatliche Repressionen in Aserbaidschan.

„die stimme über den dächern“ erzählt nun von den Protesten in Baku im Frühjahr 2011.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei junge Paare: Nino und Ali sowie Che und Frida. Sie werden Teil der Protestbewegung, die jedoch aufgrund der Repressionswelle des autoritären Regimes bereits in ihren Anfängen stecken bleibt. Ali wird verhaftet, Nino, die als Lehrerin arbeitet, wird entlassen, die Beziehungen beginnen unter den Einschüchterungsmaßnahmen der Behörden zu leiden, Freundschaften drohen zu zerbrechen. Selbst der stille Protest zermürbt irgendwann.

Doch die Autorin möchte nicht nur eine Geschichte über junge Menschen erzählen, die im Jahre 2011 in Baku leben – sie möchte mehr. So wird irgendwann klar, dass Che nicht nur ein Namensvetter von Che Guevara ist, nein, es ist Che Guevara himself, der in einem aserbaidschanischen Krankenhaus arbeitet. Und seine Freundin Frida ist Frida Kahlo, die 2011 nicht mehr malt, sondern als Schauspielerin arbeitet und wie eine Katze sieben Leben hat. Weiterlesen