[Literaturpreis] Marko Dinić – Die guten Tage – Nominiert für den Franz-Tumler-Literaturpreis

Ein Roman voller Zorn und Stereotype, Vater-Sohn-Konflikt, Abrechnung mit der alten Heimat Serbien und eine (über-)lange Busfahrt – der Autor macht es dem Leser nicht immer einfach.

Am 20.9.2019 wird der Franz-Tumler-Preis für den besten deutschsprachigen Debütroman in Laas verliehen. Wie in den Jahren zuvor werden wir die Verleihung vor Ort verfolgen, doch zuvor stelle ich jeweils die Autoren und die Autorinnen in einem Interview und Statements zu ihren Romanen sowie die nominierten Romane in einer kleinen Besprechung vor. Weiterlesen

[Literaturpreis] Emanuel Maess – Gelenke des Lichts – Nominiert für den Franz-Tumler-Literaturpreis

Emanuel Maess᾽ Debütroman „Gelenke des Lichts“ unterscheidet sich von den meisten Debütromanen der Gegenwartsliteratur. Doch schießt er dabei nicht über das Ziel hinaus?

Am 20.9.2019 wird der Franz-Tumler-Preis für den besten deutschsprachigen Debütroman in Laas verliehen. Wie in den Jahren zuvor werden wir die Verleihung vor Ort verfolgen, doch zuvor stelle ich jeweils die Autoren und die Autorinnen in einem Interview und Statements zu ihren Romanen sowie die nominierten Romane in einer kleinen Besprechung vor. Weiterlesen

[Literaturpreis] Zum Franz-Tumler-Literaturpreis

11252173_910324319013511_5197048034071075469_nAlle zwei Jahre wird der Franz-Tumler-Literaturpreis in Laas (Südtirol) vergeben.  Hierfür nominiert werden durch eine fünfköpfige, internationale Kritiker-Jury aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz fünf Debütromane, die zwischen dem 01.01.2019 und dem 15.05.2019 erschienen sind.  Der Preis ist mit 8000€ dotiert und wird am 20. September 2019 in Laas ausgetragen.

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[Rezension] Virginia Woolf – The Voyage Out

Ein Gastbeitrag von Ansgar Skoda

static1.squarespace.comDie Britin Virginia Woolf (1882-1941) gilt als die bedeutendste Autorin der englischen Moderne. Zu ihren bekanntesten Werken gehört die fiktive und utopische Biographie Orlando (1928), die seinen adligen Protagonisten über einen Verlauf von mehreren Jahrhunderte zeigt und nicht altern, jedoch sein Geschlecht wandeln lässt. Im Gegensatz zu ihrem anerkannten Spätwerk wurde Woolfs Romandebüt The Voyage Out (1915) weniger beachtet und oft als komplexes Frühwerk abgetan. Das Debüt der Schriftstellerin, welches bereits eine Vielzahl literarischer Ideen und Themen der Autorin aufzeigt, wird Euch hier vorgestellt. Weiterlesen

[Rezension] Roland Schimmelpfennig – An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Die ganze Stadt in Aufruhr. Die Zeitungen, die Schlagzeilen. Das Lokalfernsehen. Die Nachricht weltweit. Der Berliner Wolf. Völker schaut auf diese Stadt, wie hat sie sich verändert. Dieser Wolf ist ein Berliner.“

Ein bekannter Dramatiker schreibt seinen ersten Roman und landet prompt auf der Nominierungs-Liste zum Preis der Leipziger Buchmesse. Der Titel von auffälliger Länge klingt erstmal vielversprechend: An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Das lässt an Erzählungen denken, denen ein denkwürdiger Tag zugrundeliegt, an ein besonderes Ereignis, das – sei es auch nur im Leben eines Einzelnen – alles verändert… Bei Schimmelpfennig ist es ein Wolf, der sich auf den Weg nach Berlin macht, ebenso wie einige weitere Figuren. schimmelpfennig

Berlin und der Wolf – das sind die beiden verbindenden Motive, um die sich der Reigen verschiedenster Personen im Roman reiht. Da sind die beiden Jugendlichen Elisabeth und Micha, die sich spontan aus der Provinz auf den Weg nach Berlin machen, anstatt morgens den Schulbus zu nehmen. Die Mutter des Mädchens und der Vater des Jungen folgen ihnen unabhängig voneinander nach Berlin, um sie zu finden. Und dann sind da noch das polnische Pärchen Tomasz und Agnieszka. Er fotografiert auf dem Weg nach Berlin den Wolf am Straßenrand, sie ist Putzfrau und verkauft sein Bild an die Zeitung. Die Späti-Besitzer Charly und Jackie spielen noch eine Rolle. Und noch einige weitere Randfiguren. Weiterlesen

[Das Debüt im LIVRES] Lesung und Interview mit Aljoscha Brell

cover Wir schauen zurück auf ein Highlight des vergangenen Jahres: Aljoscha Brell las am 11. November in unserer Veranstaltungsreihe „Das Debüt im LIVRES“ aus seinem Debütroman „Kress“.

Die herrlich skurrile Geschichte um den eigenwilligen Germaninstik-Studenten Kress, brachte uns und die vielen Gäste gleichermaßen zum Lachen und zum Nachdenken – vor allem aber zum gespannten Lauschen. Im Gespräch verriet der Autor, welche Bedeutung die Sprache für ihn hat und warum dem Protagonisten ein tragisches Ende erspart geblieben ist.

In bester Erinnerung bleibt uns ein sehr schöner Abend, ein sympathischer Autor und eine wunderbar kauzige Hauptfigur. Hier ein paar Impressionen für alle, die nicht dabei sein konnten. Viel Spaß!

[Interview] Katja Schraml

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(c) privat

Katja Schraml wurde 1977 in Bayern geboren. Nach einer Lehre als Bauzeichnerin versuchte sie sich an ersten Gedichten und Zeichnungen. In Würzburg studierte sie neuere deutsche Literatur, Sprachwissenschaft und Soziologie. Es folgen erste Erzählungen und Fotografien. 2007 zog sie nach Berlin, wo sie derzeit lebt und seit einigen Jahren bereits in der Veranstaltungsorganisation tätig ist. 2015 erschien ihr Debütroman Josef der Schnitzer Stumpf.

Der Roman ist sprachlich eine der gewagtesten Veröffentlichungen unter den Debütromanen des letzten Jahres. Der Leser folgt zwei Erzählstimmen, die die Geschichte eines jungen Mannes begleiten, der durch einen Umzug nach Berlin einer dörflichen Enge  entfliehen will. In waghalsigen Sprachmanövern schildert Katja Schraml von der vergeblichen Flucht eines Mannes vor seinen eigenen Dämonen und der ewigen Suche nach einem Platz in dieser Welt. Weiterlesen